2. Innovationskonferenz 2015 | Münster


Rückblick: IVK 2015

10. & 11. September 2015 | Münster


Die zweite Innovationskonferenz des Grüner Strom Label e.V. fand dieses Jahr in Münster statt. Gastgeber waren die Stadtwerke Münster, als langjähriger Partner und Anbieter von Ökostrom mit Grüner Strom-Label. Im Norden Westfalens spielen die Stadtwerke als regionaler Energieversorger eine wichtige Rolle für die Energiewende vor Ort. Weiterer Kooperationspartner war die EnergieAgentur.NRW.

Die Innovationskonferenz bot 2015 eine Plattform für den Austausch von praxisnahen Erfahrungen, Perspektiven und Ideen für eine grüne (Energie-)Zukunft mit Vorträgen und Projektforen zu folgenden Themengebieten.

  • Dezentral denken, regional handeln: Partner und Konzepte der Energiewende
  • Energieversorgung im neuen Design: Smarte Energiewende vor Ort
  • In Bewegung: Neue Konzepte für nachhaltige Mobilität

Im Anschluss luden vier verschiedene Foren zu Diskussionen und Erfahrungsaustausch konkreter Projekte ein.

Die Innovationskonferenz gab verschiedenen Akteuren des Energiemarktes Raum zum Dialog und zum Networking. Sie richtete sich an:

  • Energiewirtschaft (Energieversorger, Bürgerenergiegenossenschaften, Netzbetreiber, Energiedienstleister)
  • Akteure der Zivilgesellschaft (Umwelt-, Natur- und Verbraucherorganisationen)
  • Industrie- und Gewerbekunden
  • Vertreter öffentlicher Institutionen (Kommunen, Kreise etc.)
  • Klimaschutz- und Energieagenturen
Dr. Henning Müller-Tengelmann, kfm. Geschäftsführer Stadtwerke Münster
Dr. Werner Neumann, Sprecher Arbeitskreis Energie (BUND)
Daniel Rieger, Referent für Verkehrspolitik (NABU)
Rundfahrt mit einem E-Linienbus der Stadtwerke Münster - natürlich betankt mit Ökostrom

Die Westfälische Nachrichten veröffentlichte eine kurze Zusammenfassung der Konferenz, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Mit freundlicher Unterstützung des Verlags.

Konferenz in Münster

Die Energiewende mitgestalten

Do., 10.09.2015 Münster - Wie kann die Energiewende in Deutschland gelingen, was können Bürger dafür tun – das diskutieren Fachleute bis Freitag auf einer Konferenz in Münster.

Manchmal wirkt alles so überzeugend wie wegweisend: etwa in Nußloch südlich von Heidelberg, wo auf sieben Dächern einer Mehrfamilienhaus-Siedlung Fotovoltaik-Anlagen den Strom produzieren, den die direkt darunter wohnenden Mieter gleich für Herd, Fernseher oder Computer gebrauchen. „Der Strom vom eigenen Dach ist auch billiger“, verweist Andreas Gißler von der Heidelberger Energie-Genossenschaft auf einen weiteren Aspekt abseits der umweltschonenden Stromerzeugung. Seit 2011 hat die Genossenschaft mit 250 Mitgliedern nach eigenen Angaben insgesamt 14 Anlagen im Wert von einer Million Euro realisiert.

Es sind Projekte wie diese, die auf der zweiten Innovationskonferenz „Energie Erneuerbar Gestalten“ als Beleg dienen sollen, dass sich die Energiewende vor der eigenen Haustür gestalten lässt. 80 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft tauschen sich bis heute in Münster über derlei Themen und Projekte aus. Eingeladen dazu hat der Verein Grüner Strom Label (GSL) in Kooperation mit den Stadtwerken Münster und der Energie-Agentur NRW.

GSL-Vereinsvorsitzende Rosa Hemmers lassen Projekte wie das bei Heidelberg strahlen. Doch ob geänderter Förderbedingungen sieht sie private Betreiber und kleine Gewerbetreibende vor verschärfte Rahmenbedingungen gestellt. Wer heutzutage eine Fotovoltaik-Freiflächenanlage plane, müsse an einer Ausschreibung teilnehmen, um Fördergelder zu bekommen, und konkurriere dabei nicht selten mit professionellen Projektentwicklern. Eine „große Hürde“ etwa für Bürgerinvestitionsgemeinschaften oder kleine Genossenschaften, wie Hemmers betont. Dabei seien es in der Vergangenheit gerade die kleineren Akteure gewesen, die die erneuerbaren Energien stärker in den Markt gebracht hätten, so die GSL-Vorsitzende. Einige hätten zwischenzeitlich wegen der geänderten Förderung ohne ausreichende Übergangszeiten schon aufgeben müssen. Wie die „turbulente Entwicklung“ weitergehe, sei schwer vorauszusagen.

„Grüner Strom Label“ als Veranstalter der Innovationskonferenz zertifiziert sogenannte grüne Energie – auch bei den Stadtwerken Münster. Hinter dem Verein stehen nach dessen Darstellung sieben gemeinnützige Verbände.

Dirk Anger

Mit freundlicher Unterstützung der Westfälische Nachrichten.
Quelle: Aschendorff Medien GmbH & Co. KG: Die Energiewende mitgestalten; 10.09.2015.
www.wn.de/Muenster/2109305-Konferenz-in-Muenster-Die-Energiewende-mitgestalten

Kontakt

Grüner Strom Label e.V.
Kaiserstraße 113
53113 Bonn / Germany

Über uns
Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte. Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Label Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas und das Label Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert.
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