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Einweihung der neuen Photovoltaik-Anlage am Kinderzentrum nahe Kiew. Die anlage wurde mit Geldern des Grüner Strom-Labels gefördert. (Foto: Leben nach Tschernobyl e.V.)

Der Strombedarf jetzt vollständig aus erneuerbaren Energien gedeckt / Photovoltaikanlage mit Fördergeldern aus Grüner Strom-zertifizierten Ökostromprodukt der Mainova unterstützt

Fast 2,5 Tausend Solarmodulen braucht es, um ausreichend Energie zu erzeugen, dass das Rehabilitations- und Kindererholungszentrums „Nadeshda“ kontinuierlich versorgt werden kann. Die Gesamtleistung der neuen Station beträgt 600 kW. Seit der Inbetriebnahme Mitte August sind innerhalb von gut zwei Monaten 125.000 Kilowattstunden Ökostrom erzeugt worden: Damit könnten über 40 Zwei-Personenhaushalte ein Jahr lang versorgt werden.

"Nadeshda" ist eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche, die von der Tschernobyl-Katastrophe betroffen sind. Jährlich werden mehr als 4.000 junge Menschen in sozialpädagogischen, psychologischen und medizinischen Programmen professionell betreut. Zusätzlich soll das Verantwortungs- und Selbstbewusstsein für die Wichtigkeit einer atomfreien Energieversorgung gestärkt werden. Weitere Infos zu Nadeshda finden Sie auch in unserem Newsbereich.

Insgesamt soll die Solaranlage pro Jahr 615.000 Kilowattstunden Strom liefern und dadurch jährlich 540 t CO2-Emmissionen verhindern. Die Erlöse aus der Einspeisung des Solarstroms in das belarussische Netz kommen unmittelbar den Kindern zugute, die sich in "Nadeshda" erholen.

Anteile der Gesamtkosten von fast 800.000 Euro wurden aus Fördergeldern des Grüner Strom-zertifizierten Ökostromproduktes ,Mainova Grünstrom' des Frankfurter Energieversorgers, Mainova, finanziert. Bei Grüner Strom-zertifizierten Energieprodukten fließt für jede verbrauchte Kilowattstunde Ökostrom ein fester Förderbetrag in neue Erneuerbare-Energien-Anlagen und innovative Energiewende-Projekte.

Am Nachmittag des 28. Septembers 2017 fand die feierliche Eröffnung der PV-Anlage statt. Mit einer Grußansprache trat unter Anderem der Direktor des Kinderzentrums „Nadeshda“, Wjatscheslaw Makuschinskij, auf. Besonders betont wurde, dass die Umsetzung des Projektes zum Bau der PV-Anlage ein sehr wichtiger Schritt  auf dem Weg der Gewährleistung des Funktionierens und der Entwicklung des Kinderzentrums „Nadeshda“ nach den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung ist.

Neben dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Peter Dettmar, nahm auch Werner Neumann, Vorstandsmitglied des Grüner Strom Label e.V. und des Vereins „Leben nach Tschernobyl“  an den Eröffnungsfeierlichkeiten statt.

Weitere Informationen zum Kinderhilfszentrum Nadeshda finden Sie auf den Seiten von Leben nach Tschernobyl e.V.

Direktor Wjatscheslaw Makuschinskij und Vorsitzende Dr. Astrid Sahm setzen auf nachhaltige Entwicklung. (Foto: Leben nach Tschernobyl e.V.)
Feierliche Eröffnung der PV-Anlage. (Foto: Leben nach Tschernobyl e.V.)

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