Studierendeninitiative weiht eigene Photovoltaik-Anlage auf TU-Zentralbibliothek ein

Photovoltaik-Anlage von Studierenden der TU Berlin mit Grüner Strom-Geldern gefördert


Zentralbibliothek der TU Berlin (Foto: TU Berlin)

Planung für die PV-Anlage (Abbildung: SolarPowers e.V.)

Fertige PV-Anlage auf dem Dach der TU Berlin (Foto: SolarPowers)

Die NATURSTROM AG förderte das Projekt nach Grüner Strom-Kriterien

Auf den Dächern der Technischen Universität Berlin schlummern 29.000 Quadratmeter Potential für sauberen Strom, vier Fußballfelder. 3.344 Megawattstunden Strom könnten durch flächendeckende Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern jährlich erzeugt werden. Dieses Potential wollen Studierende der TU Berlin nutzen und gründeten den Solar Powers e.V.

Erstes Projekt des gemeinnützigen Vereins ist eine PV-Anlage auf dem Dach der TU-Zentralbibliothek in Berlin-Charlottenburg. Eine Fläche von 500 Quadratmeter wurde im Herbst 2016 in Kooperation mit dem Kollektivbetrieb KanTe mit 107 PV-Modulen bedeckt und Anfang April 2017 feierlich eröffnet. Nicht nur der Bau der Anlage, auch der Betrieb erfolgt durch die Studierendeninitiative.

Das Konzept überzeugte nicht nur die Verantwortlichen an der TU, sondern auch die NATURSTROM AG und den Grüner Strom Label e.V. Im Rahmen der Ökostromzertifizierung beteiligte sich der unabhängige Ökostromanbieter mit 10.000 Euro an den Gesamtkosten von 50.000 Euro. Die Gelder stammen aus dem mit dem Grüner Strom-Label ausgezeichneten Ökostromtarif. Das Ökostromgütesiegel Grüner Strom garantiert, dass je verbrauchter Kilowattstunde eines zertifizierten Ökostromtarifs ein fester Betrag durch den Energieanbieter in naturverträgliche Energiewende-Projekte investiert wird.

Weitere Fördergelder kamen aus Modulpatenschaften, einer eher ungewöhnlichen Idee der Geldbeschaffung: Einzelpersonen oder Gruppen wie Fachschaften oder Freundesgruppen können ein oder mehrere Module erwerben und ihnen Namen geben oder sich mit ihrem Logo auf dem Modulübersichtsplan verewigen. Über die Crowdfunding-Plattform betterplace.org konnten weitere 20.000 Euro gesammelt werden.

Die gesamte Anlage hat eine Leistung von 30 Kilowatt-Peak – damit können im Jahr elf Zweipersonenhaushalte mit Sonnenstrom versorgt werden. Der komplette Strom der PV-Anlage wird durch die TU Berlin abgenommen. Die Erlöse fließen in gemeinnützige Projekte im Bereich Umwelttechnik, Erneuerbare Energien und nachhaltiges Wirtschaften.

Das Engagement für Erneuerbare Energien der Studierendeninitiative zeichnete sich bereits aus. Im April letzten Jahres erhielt der Solar Powers den ersten Studenten-Umweltpreis (STUPS) der Deutschen Umweltstiftung.

Weitere Informationen zu Solar Powers und dem Pilotprojekt finden Sie hier.