Was wird gefördert?

Das Grüner Strom-Label garantiert, dass ein fester Förderbetrag je kWh in neue Anlagen und innovative Energieprojekte fließt. Bei Endkunden mit einem Verbrauch bis 10.000 kWh ist es mindestens 1 Cent je kWh. Bei Endkunden mit einem höheren Verbrauch gelten niedrigere Fördersätze

Die Fördermittel können in verschiedenste Maßnahmen investiert werden, die den Umbau der Energieversorgung unterstützen und beschleunigen:

Regenerative Stromerzeugungsanlagen

- Photovoltaik: Dach- und Fassadenanlagen; Freiflächenanlagen;
- Onshore-Windkraft;
- Offshore-Windkraft;
- Kleinwindkraftanlagen (bis 100 kW Nennleistung);
- Biomasseanlagen;
- Wasserkraftanlagen;
- Tiefengeothermie und Klärgasnutzung (zur Stromerzeugung in KWK).

Beim Bau neuer regenerativer Stromerzeugungsanlagen definiert das Grüner Strom-Label in vielen Fällen Umweltanforderungen, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen. Zum Beispiel für Biomasseanlagen, Solar-Freiflächenanlagen, Offshore-Windkraftanlagen und Wasserkraftanlagen.

Warum? Für die GSL-Trägerverbände – darunter mehrere führende Naturschutzverbände – ist entscheidend, dass die Fördermittel in ökologisch besonders hochwertige Kraftwerke fließen. Sie wollen Impulse für den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien setzen. Die gesetzlichen Anforderungen stellen das nicht immer ausreichend sicher. Das Grüner Strom-Label setzt genau an solchen Stellen an.

Zudem können ökologische Zusatzmaßnahmen gefördert werden, die noch über die verpflichtenden Umweltanforderungen hinausgehen. Zum Beispiel der Einsatz alternativer Energiepflanzen bei Biomasseanlagen oder zusätzliche Naturschutzmaßnahmen bei Windkraftanlagen. Bei bestehenden Anlagen können Verbesserungen in puncto Umweltverträglichkeit oder Energieeffizienz gefördert werden. Dies soll Anreize setzen, dass sowohl neu gebaute als auch bestehende Anlagen ökologisch und energiewirtschaftlich immer weiter optimiert werden.

Zukunftsprojekte und neue Technologien

- Regenerative Kombikraftwerke/Virtuelle Kraftwerke/intelligente Vernetzung von EE-Anlagen zur optimierten Strombereitstellung;
- Speichertechnologien, z.B. Einsatz von Batterien oder Power to Gas;
- Wärmespeicher in Zusammenhang mit regenerativen KWK-Anlagen;
- Einsatz von E-Fahrzeug-Akkus als Speicher;
- Lokale Smart Grids;
- Einsatz von Smart Metern mit tageszeitabhängigen/flexiblen Stromtarifen;
- Laststeuerung/Demand Side Management;
- Stabilisierung des Verteilnetzes zur besseren Einbindung von erneuerbaren Energien;
- Elektrotankstellen.

Energieefiizienz- und Umweltverträglichkeitsmaßnahmen

- Energieeffizienzmaßnahmen in der Gebäudetechnik im Bereich Elektrizität;
- Verbesserung bestehender REG-Anlagen hinsichtlich Umweltverträglichkeit oder Energieeffizienz.

Grünstrom-Direktversorgung

- Integrierte Grünstromvermarktung: Förderung der Systemintegration erneuerbarer Energien in Form einer direkten Vermarktung von Ökostrom aus EEG-fähigen Anlagen an Endkunden. Die Stromlieferung erfolgt dabei zu einem substanziellen Teil aus EEG-fähigen Anlagen und aus fluktuierenden erneuerbaren Energien.
- Lokale Direktvermarktungsmodelle, z.B. Mieterstrommodelle.

Sonstige Fördermaßnahmen

- Unterstützung von Bürgerenergieprojekten und -gesellschaften;
- Informations- und Bildungsveranstaltungen im Bereich Energiewende und Energieeffizienz;
- Infomaterial für energiepädagogische Begleitmaßnahmen;
- Material für Bildungsarbeit;
- Displays für REG-Anlagen;
- Zuschüsse für Kleinstprojekte.

Entwicklungszusammenarbeit

Förderprojekte sollen vorrangig in Deutschland realisiert werden. Förderfähig sind jedoch auch einzelne Projekte außerhalb der EU in Schwellen- und Entwicklungsländern, sofern sie nach eingehender Prüfung durch den GSL e.V. positiv bewertet und mit erfahrenen und verlässlichen Projektpartnern vor Ort durchgeführt werden. Die Projekte sollen eine Grundversorgung der Bevölkerung mit Energie aus erneuerbaren Quellen voranbringen, Pilotcharakter und Multiplikatorwirkung haben sowie Impulse für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen vor Ort geben.

Förderfähig sind beispielsweise:
- Regenerative Stromerzeugungsanlagen;
- Machbarkeitsstudien im Bereich erneuerbare Energien;
- Ausbildungsförderung im Bereich erneuerbare Energien;
- Energieeffizienzmaßnahmen.

Förderprojekte durch Grüner Strom

Das Ökostromlabel der Umweltverbände bringt die Energiewende voran. Allein in Deutschland wurden bereits über 1.000 Projekte mit Geldern aus der Grüner Strom-Zertifizierung realisiert. Überzeugen Sie sich auf unserer interaktiven Landkarte selbst.

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Förderprojekt des Monats

Hier stellen wir Ihnen jeden Monat ein beispielhaftes Förderprojekt vor, das durch das Grüner Strom-Label ermöglicht wurde.

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SolidarSolar - Solarförderprogramm

Anfang 2014 startete der GSL e.V. das Förderprogramm SolidarSolar für Photovoltaikanlagen auf Gebäuden. Es ist mit 200.000 Euro ausgestattet und richtet sich an gemeinnützige Vereine sowie Einrichtungen aus dem sozialen, karitativen, bildungspolitischen oder kirchlichen Bereich.

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… in öconcert - Events nachhaltig ausrichten

Bei Konferenzen und Tagungen, Partys, Konzerten oder anderen Veranstaltungen, ist der direkte Bezug von Ökostrom oft nicht möglich. Meist ist man an den Stromlieferanten des Veranstaltungsortes gebunden. Erfahren Sie, wie Sie dennoch einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen können. 

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Statistiken

Einen schnellen Überblick über die im Rahmen der Grüner Strom-Zertifizierung geförderten Energieprojekte erhalten Sie über unsere Statistiken.

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