Garantierte Investitionen in neue Anlagen und innovative Energieprojekte

Was wird gefördert?

Das Grüner Strom-Label garantiert pro zertifizierter Kilowattstunde (kWh) Ökostrom feste Mindestförderbeträge, die in Erneuerbare-Energien-Anlagen wie Wind- oder Solarkraftwerke und andere Energiewende-Projekte investiert werden.

 

Die Höhe des Förderbetrages ist abhängig vom Jahresstromverbrauch des Kunden:

Energieverbrauch
(kWh pro Jahr)
Mindestförderbetrag
(Cent pro kWh)
Kundengruppe
(Beispiele)
bis 10.000 kWh0,5 Cent pro kWhPrivatkunden, kleine Betriebe
10.000 kWh bis 100.000 kWh0,4 Cent pro kWhGewerbekunden
100.000 kWh bis 3.000.000 kWh0,2 Cent pro kWhGewerbekunden, Kommunen und Kirchenverbände
ab 3.000.000 kWh0,1 Cent pro kWhGewerbe- und Industriekunden, große Kommunen

Förderprojekte durch Grüner Strom

Das Ökostromlabel der Umweltverbände bringt die Energiewende voran. Allein in Deutschland wurden bereits über 1.000 Projekte mit Geldern aus der Grüner Strom-Zertifizierung realisiert. Überzeugen Sie sich auf unserer interaktiven Landkarte selbst.

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Die Fördermittel können in verschiedenste Maßnahmen investiert werden, die den Umbau der Energieversorgung unterstützen und beschleunigen:

Regenerative Stromerzeugungsanlagen

- Photovoltaik: Dach- und Fassadenanlagen; Freiflächenanlagen;
- Onshore-Windkraft;
- Offshore-Windkraft;
- Kleinwindkraftanlagen (bis 100 kW Nennleistung);
- Biomasseanlagen;
- Wasserkraftanlagen;
- Tiefengeothermie und Klärgasnutzung (zur Stromerzeugung in KWK).

Beim Bau neuer regenerativer Stromerzeugungsanlagen definiert das Grüner Strom-Label in vielen Fällen Umweltanforderungen, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen. Zum Beispiel für Biomasseanlagen, Solar-Freiflächenanlagen, Offshore-Windkraftanlagen und Wasserkraftanlagen.

Warum? Für die GSL-Trägerverbände – darunter mehrere führende Naturschutzverbände – ist entscheidend, dass die Fördermittel in ökologisch besonders hochwertige Kraftwerke fließen. Sie wollen Impulse für den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien setzen. Die gesetzlichen Anforderungen stellen das nicht immer ausreichend sicher. Das Grüner Strom-Label setzt genau an solchen Stellen an.

Zudem können ökologische Zusatzmaßnahmen gefördert werden, die noch über die verpflichtenden Umweltanforderungen hinausgehen. Zum Beispiel der Einsatz alternativer Energiepflanzen bei Biomasseanlagen oder zusätzliche Naturschutzmaßnahmen bei Windkraftanlagen. Bei bestehenden Anlagen können Verbesserungen in puncto Umweltverträglichkeit oder Energieeffizienz gefördert werden. Dies soll Anreize setzen, dass sowohl neu gebaute als auch bestehende Anlagen ökologisch und energiewirtschaftlich immer weiter optimiert werden.

Zukunftsprojekte und neue Technologien

- Regenerative Kombikraftwerke/Virtuelle Kraftwerke/intelligente Vernetzung von EE-Anlagen zur optimierten Strombereitstellung;
- Speichertechnologien, z.B. Einsatz von Batterien oder Power to Gas;
- Wärmespeicher in Zusammenhang mit regenerativen KWK-Anlagen;
- Einsatz von E-Fahrzeug-Akkus als Speicher;
- Lokale Smart Grids;
- Einsatz von Smart Metern mit tageszeitabhängigen/flexiblen Stromtarifen;
- Laststeuerung/Demand Side Management;
- Stabilisierung des Verteilnetzes zur besseren Einbindung von erneuerbaren Energien;
- Elektrotankstellen.

Energieeffiizienz- und Umweltverträglichkeitsmaßnahmen

- Energieeffizienzmaßnahmen in der Gebäudetechnik im Bereich Elektrizität;
- Verbesserung bestehender REG-Anlagen hinsichtlich Umweltverträglichkeit oder Energieeffizienz.

Grünstrom-Direktversorgung

- Integrierte Grünstromvermarktung: Förderung der Systemintegration erneuerbarer Energien in Form einer direkten Vermarktung von Ökostrom aus EEG-fähigen Anlagen an Endkunden. Die Stromlieferung erfolgt dabei zu einem substanziellen Teil aus EEG-fähigen Anlagen und aus fluktuierenden erneuerbaren Energien.
- Lokale Direktvermarktungsmodelle, z.B. Mieterstrommodelle.

Sonstige Fördermaßnahmen

- Unterstützung von Bürgerenergieprojekten und -gesellschaften;
- Informations- und Bildungsveranstaltungen im Bereich Energiewende und Energieeffizienz;
- Infomaterial für energiepädagogische Begleitmaßnahmen;
- Material für Bildungsarbeit;
- Displays für REG-Anlagen;
- Zuschüsse für Kleinstprojekte.

Entwicklungszusammenarbeit

Förderprojekte sollen vorrangig in Deutschland realisiert werden. Förderfähig sind jedoch auch einzelne Projekte außerhalb der EU in Schwellen- und Entwicklungsländern, sofern sie nach eingehender Prüfung durch den GSL e.V. positiv bewertet und mit erfahrenen und verlässlichen Projektpartnern vor Ort durchgeführt werden. Die Projekte sollen eine Grundversorgung der Bevölkerung mit Energie aus erneuerbaren Quellen voranbringen, Pilotcharakter und Multiplikatorwirkung haben sowie Impulse für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen vor Ort geben.

Förderfähig sind beispielsweise:
- Regenerative Stromerzeugungsanlagen;
- Machbarkeitsstudien im Bereich erneuerbare Energien;
- Ausbildungsförderung im Bereich erneuerbare Energien;
- Energieeffizienzmaßnahmen.

Förderprojekt des Monats

Hier stellen wir Ihnen jeden Monat ein beispielhaftes Förderprojekt vor, das durch das Grüner Strom-Label ermöglicht wurde.

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Statistiken

Einen schnellen Überblick über die im Rahmen der Grüner Strom-Zertifizierung geförderten Energieprojekte erhalten Sie über unsere Statistiken.

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