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Ist hier schon bald die Luft raus? Der Weiterbetrieb von vielen Erneuerbaren-Energien-Anlagen ist ab Ende der EEG-Vergütung mit einem großen Fragezeichen versehen

Die Wirtschaftlichkeit vieler Erneuerbarer-Energie-Anlagen ist nach dem Ende der EEG-Vergütung nicht mehr gewährleistet / Das Szenario birgt auch Chancen und neue Geschäftsfelder für Energieversorger

Die Förderung und Aufrechterhaltung von Erneuerbaren-Energie-Anlagen ist für die Energiewende unerlässlich. Doch wie sieht die Zukunft für die grünen Energiequellen nach dem Ende der 20-jährigen Vergütungsphase durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus? Die Förderung für Bestandsanlagen wird ab 2021 schrittweise enden und viele Betreiber müssen sich die Frage stellen, ob sich ein Weiterbetrieb ihrer Anlagen wirtschaftlich überhaupt noch rechnet.

So kann es in der Windenergie schnell zum Stillstand kommen. Ein Stillstand, der der Energiewende den Wind aus den Segeln nehmen kann. Der Knackpunkt liegt in der Vermarktung des Stroms an der Strombörse. Laut dem Portal energiezukunft, können nach Ende der EEG-Vergütung für den grünen Strom an der Strombörse nur noch Strompreise um die 2,5 Cent erwirtschaftet werden. Im Vergleich zu den Vergütungssätzen des EEG, ist das nur noch ein Tropfen auf dem heißen Stein – die Vergütung ist aktuell noch doppelt so hoch.

Laut dem Handelsblatt ist es möglich, dass Windräder als grüne Energielieferanten nach und nach aus der Landschaft verschwinden könnten. Nach einer Umfrage der Fachagentur Windenenergie und Land werden Anlagenbetreiber nur wirtschaftlich sichere Anlagen weiterbetreiben.

Die Chance im Dilemma

Doch in dem Negativ-Szenario sehen andere Akteure der Energiewirtschaft auch Chancen. Der Grüner Strom-Labelnehmer Naturstrom beteiligte sich, laut Handelsblatt, Anfang des Jahres an dem Energiedienstleister Stiegewind. Mit diesem Schritt soll eine weitere Produktion von grünem Strom aus alten Anlagen sichergestellt werden und zudem neue Vermarktungskonzepte etabliert werden.
Aber auch andere Akteure haben die Möglichkeit den Weiterbetreib von Altanlagen zu sichern und daraus völlig neue Geschäftsmodelle abzuleiten.

Wie das unter anderem für Stadtwerke gelingen kann, erläutert Karl Weber (ASEW) auf dem 6. Energiewendeforum des Grüner Strom-Label am 28.10. in Bonn. Damit ist Karl Weber nur einer von vier Referenten, die dieses Thema im Rahmen der Veranstaltung beleuchten werden. Darüber hinaus werden Vermarktungskonzepte von Post-EEG-Anlagen auf dem Energiewendeforum aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und dabei unter anderem Perspektiven für regionale Energieversorger präsentiert.
In zwei weiteren Themenforen wird der Energiemarkt von morgen und Sektorenkopplung sowie die Systemintegration aus verschiedenen Perspektiven diskutiert.

Die Anmeldung zum Forum ist hier möglich.


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