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Zahlreiche Akteure der Energiebranche setzen sich mit der Initiative #erneuerbarstattatomar für den Atomausstieg ein (Foto: Frédéric Paulussen, Unsplash)

Mit der Initiative #erneuerbarstattatomar von der Agentur für Erneuerbare Energien unterstützen zahlreiche Akteure der Energiebranche den Atomausstieg, darunter auch der Grüner Strom Label e.V.

In Deutschland werden am 31.12.2022 die letzten drei Atomkraftwerke abgeschaltet. Wissenschaft und EE-Branche sind sich einig, dass die ambitionierte Transformation hin zu einem ausreichenden Angebot Erneuerbarer Energien und Ausgleichsmöglichkeiten wie Lastmanagement, Speichern oder Power-to-X-Lösungen unter den richtigen politischen Rahmenbedingungen umgesetzt werden kann.

Allerdings nehmen Stimmen in der Gesellschaft, den Medien und teilweise in der Politik zu, die Bedenken äußern. Deshalb hat die AEE zusammen mit weiteren Akteuren die Atomausstiegs-Kampagne "erneuerbar statt atomar" ins Leben gerufen, um Energiewende-Unterstützer*innen mit starken Argumenten und Formaten für den Austausch mit Bedenkenträger*innen auszustatten und die Funktionalität eines „Erneuerbaren Stromsystems“ zu verdeutlichen.

Atomenergie als nicht hinnehmbare Gefahr für Umwelt und Gesundheit

Die IPPNW als Trägerverband des Grüner Strom Label e.V. (Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges e.V.) fordert den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie, da sie eine nicht hinnehmbare Gefahr für Umwelt und Gesundheit darstellt:

  • der Uranbergbau, der für den Betrieb von Atomkraftwerken notwendig ist, kontaminiert die Lebensräume von Millionen Menschen
  • Risiko einer Atomkatastrophe
  • erhöhte Krebsraten von Anwohner*innen und Personal auch im Normalbetrieb
  • Risiko der Weiterverbreitung von militärisch nutzbarer Atomtechnologie
  • ungelöste Probleme des AKW-Rückbaus und der Lagerung von Atommüll


Anstelle von Großkraftwerken in der Hand einiger weniger Energiekonzerne fordert die IPPNW eine dezentrale Energieversorgung in Bürgerhand auf der Basis von 100 Prozent erneuerbarer Energiegewinnung, Energieeffizienzmaßnahmen und Energiesparen.

Die Lösung - hochwertiger Ökostrom

Verbraucher*innen können mit einer bewussten Entscheidung für einen Ökostromtarif der Atomenergie den Rücken kehren. Aber: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom und nicht immer ist drin was draufsteht. Viele Anbieter locken Verbraucher*innen mit günstigen Stromtarifen, die zudem auch noch öko sein sollen. Oft sind dies aber nur grüngewaschene Kohle- und Atomstromprodukte.

Ökostromsiegel wie das Grüner Strom-Label schaffen Transparenz im Tarife-Dschungel und geben Verbraucher*innen Sicherheit bei der Wahl eines wirklich guten Ökostromtarifs.


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