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Die 13 als Pechzahl? Heute nicht: wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Wechsel zu einem Ökostromtarif mit 100 % erneuerbarer Energie achten müssen.

Weiterhin viele Ökostromtarife ohne Umweltnutzen / Das Grüner Strom-Label kennzeichnet Ökostromtarife, die die Energiewende nachweislich vorantreiben

Wussten Sie schon …?

1. Der Begriff „Ökostrom" ist in Deutschland nicht geschützt.
2. Nicht alle Ökostromtarife bringen die Energiewende voran!
3. Die gesetzliche Regelung begünstigt Greenwashing von Ökostrom.
4. Je mehr Menschen zertifizierten Ökostrom beziehen, desto grüner wird die Stromversorgung.
5. Das Grüner Strom-Label fördert Investitionen in neue Anlagen.

Die meisten Deutschen sprechen sich für die Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien und deren Ausbau für eine saubere Energiezukunft aus. Der richtige Weg scheint zum Greifen nah: Ökostrom. Mit über 900 Tarifen gibt es Auswahl in jedem Fall genug. Das Problem ist, dass fast jeder Energieanbieter heutzutage vermeintlichen Ökostrom anbietet und dabei Verbraucher*innen mit günstigen Preisen lockt.

Grün gewaschen statt wirklich grün

Oft steckt jedoch gar kein „Öko" hinter den Tarifen. Da kann man noch Glück haben, wenn der Strom tatsächlich aus erneuerbaren Energien-Anlagen stammt, nachweisbar ist es meist nicht. Kurios wird es, wenn man erfährt, dass es sogar sein kann, dass der Strom von Atom- oder Kohlekraftwerk billig eingekauft wird.

Wie ist es überhaupt möglich, dass das Geld von Ökostromkund*innen an Atom- und Kohlekraftwerke geht? Die Gesetzeslage in Deutschland macht es möglich, denn der Begriff Ökostrom ist nicht geschützt. Die einzige gesetzliche Vorgabe ist, dass für die Menge Ökostrom, die verkauft wird, Herkunftsnachweise beim Umweltbundeamt erworben werden muss. Mit diesen Nachweisen kauft man sich die Eigenschaft „Öko“ einfach zu seinem Strom dazu – egal woher dieser stammt. Es fehlen jedoch Kriterien zum tatsächlichen Einkauf von Ökostrom. Denn die Idealvorstellung, dass bei einem Ökostromtarif die Menge Strom, die verbraucht wird bei einer Wind-, Solar- oder Wasserkraftanlage eingekauft wird, kann so umgangen werden.

 

In Deutschland gilt:

Herkunftsnachweis + irgendeine Strommenge = Ökostrom

Es sollte jedoch sein:

Herkunftsnachweis + Strommenge (aus der gleichen Erneuerbare Energien-Anlagen) = Ökostrom

Das macht unabhängige Zertifizierungen von Ökostrom so bedeutend

Beim Grüner Strom-Label ist eine Kopplung vom Erwerb des Herkunftsnachweises und der eingekauften Strommenge bei eben diesem Wind-, Solar- oder Wasserkraftwerk verpflichtend. Wichtigster Kerngedanke des Gütesiegels ist, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben. Um dies zu realisieren, sind alle Energieversorger, die einen Grüner Strom-zertifizierten Ökostromtarif anbieten, dazu verpflichtet, pro verkaufter Kilowattstunde einen festen Förderbetrag in neue Energiewende-Projekte zu investieren. Das ist wichtig, damit die Stromversorgung in Deutschland grüner wird und nicht auf dem heutigen Stand stagniert. Durch das Grüner Strom-Label sind bereits über 55 Millionen Euro in mehr als 1.300 Projekte geflossen.

Und ganz ehrlich, das ist doch das, was man sich unter einem Ökostromtarif vorstellt. Weitere Argumente, warum die sorgfältige Auswahl bei (Öko-) Stromtarifen so wichtig ist, finden Sie auf unsere Homepage unter Ökostrom beziehen. Weitere Fragen können in unseren FAQ oder direkt von unserer Geschäftsstelle beantwortet werden.

Damit Sie keine böse Überraschung erleben, achten Sie beim Stromtarif auf das Grüner Strom-Label. Das einzige von führenden Umweltverbänden wie BUND, NABU und DNR getragene Ökostromsiegel gibt eine transparente Hilfe bei der Wahl eines echten Ökostromtarifs. Für grünere Feiertage und ein nachhaltiges neues Jahr. 

Den Stromanbieter wechseln, ist so einfach:

1.    Schritt: Informationen über geeignete Ökostromtarife einholen.

Achtung: Nur weil Öko draufsteht, ist noch lange nicht Öko drin! Suchen Sie gezielt nach Tarifen mit einem aussagekräftigem Gütesiegel wie dem Grünes Strom-Label der Umweltverbände.

2.    Schritt: Neuen Anbieter wählen und Vertrag online oder telefonisch abschließen.

Fragen Sie bei Ihrem Stromanbieter nach Ökostrom mit Grüner Strom-Label. Wenn Sie bisher mit Ihrem Anbieter zufrieden sind, müssen Sie ja nicht unbedingt wechseln. Ansonsten übernimmt die Kündigung beim alten Anbieter meistens der neue Energieversorger. Und sollte beim Wechsel etwas schieflaufen, produziert das nur unnötigen Papierkram. Der Strom fließt weiter! Dazu ist Ihr lokaler Stromversorger gesetzlich verpflichtet. Notwendige Angaben für den Wechsel: Adresse, jetziger Anbieter, Zählernummer, Zählerstand

3.    Schritt: Zurücklehnen und entspannen.

Sie können nun sicher sein: Ihr Strom ist garantierter Ökostrom und Sie tragen zusätzlich zum weiteren Ausbau von erneuerbaren Energie-Anlagen und einer nachhaltigen Energiewende für zukünftige Generationen bei


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