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Nur mit dezentralen Konzepten und Bürger*innenbeteiligung kann die Energiewende auch in Zukunft erfolgreich umgesetzt werden.

Dezentralisierung und Zukunft der Energiewende als Themenschwerpunkt auf dem Energiewendeforum: Dynamische Weiterentwicklung des EEG, Hindernisse und Lösungen bei Mietstrommodellen und Bürgerenergie in der Praxis.

Der Grüner Strom Label e.V. lädt am 18.09.2018 zum 5. Energiewendeforum nach Bonn ein! Das Energiewendeforum bietet eine Plattform für den Austausch von praxisnahen Erfahrungen, Perspektiven und Ideen für eine grüne (Energie-)Zukunft.

Ein Themenschwerpunkt ist die dezentrale Energiewende und Post-2020-Kozepte. Dazu findet am Nachmittag ein Themenforum statt. In verschiedenen Vorträgen und Workshops wird unter anderem auch die Relevanz der Bürger*innenbeteiligung thematisiert.

Die Frage nach der dezentralen Gestaltung und der Zukunft der Energieversorgung nach 2020 beschäftigt Energieversorger, Umweltverbände, Kommunen und auch Bürger*innen gleichermaßen. Wir wollen daher die verschiedenen Akteure zusammenbringen und zu Wort kommen lassen.

Marcus Bollmann, Stellvertretender Sprecher des AK Energie des BUND, wird in das Themenforum einleiten und einen Input aus Sicht der Umweltverbände zu Marktmodellen einer regionalen Energiewende geben. Mit dem Konzept für eine zukunftsfähige Energieversorgung hat der BUND bereits einen Ansatz für eine nachhaltige Stromversorgung auf Basis der erneuerbaren Energien für das Jahr 2040 vorgelegt. Der BUND fordert darin unter anderem eine unabhängige Bundestelle für Energieeffizienz zur Durchführung von Energiesparmaßnahmen und die Abschaffung von Subventionen von Energieverschwendung und fossiler und nuklearer Energie. Auch Deckelungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien und Ausschreibungen müssen abgeschafft werden.

Herausforderungen für Mietstrommodelle und erfolgreiche Bürgerenergie-Projekte

Jan Broekmans vom INEP Institut Oldenburg wird im Anschluss die kürzlich erschienene Potentialstudie Zukunftsfeld Mietstrommodelle vorstellen, an der er mitgewirkt hat. Besonderes Augenmerk legt die Studie auf genossenschaftlich organisierte Mieterstromprojekte und damit verbundene Handlungsvorschläge. Berücksichtigt wurden alle relevanten Handlungsfelder für Entscheidungsträger und Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu zählen ökonomische, politische, rechtliche, soziale und technische Themenfelder sowie der Wissensaustausch anhand von Best-Practice-Beispielen. Laut Studie gibt es einige hemmende Faktoren bei bürger*innengetragenen Mietstrommodellen. Demnach bereiten unter anderem die Zeitknappheit der oft ehrenamtlichen Akteure und die geringe Rendite Schwierigkeiten. Die Studie schlägt höhere Grenzwerte für die Freistellung von der EEG-Umlage und für das Gelten der EnWG-Meldepflicht vor, um Kleinbetriebe und Bürgerenergiegenossenschaften durch Entbürokratisierung zu entlasten.

Bernhard Strohmayer vom Bundesverband Erneuerbare Energie wird daraufhin von der dezentralisierten Energiewende zur Zukunft der Energiewende überleiten und die Möglichkeiten des Betriebs von EEG-Anlagen nach 2020 darstellen. Der Bundesverband behandelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz unter anderem in Form eines Positionsdossiers und fordert darin eine dynamische Weiterentwicklung des EEG, um den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zu garantieren. Einige Forderungen sind: Je mehr neue Anlagen gebaut werden, desto schneller muss auch die Vergütung sinken. Komplizierte Sonderregelungen und Bonussysteme müssen überprüft und auf das notwendige Minimum reduziert werden. Zentrale Kernelemente des EEG, wie der Vorrang von Strom aus erneuerbaren Energien und eine fest kalkulierbare Vergütung, müssen dabei dringend erhalten bleiben.

Ramon Kempt, Vorstand und Geschäftsführer der Energiegewinner eG, wird unter dem Motto „Die Energiegewinner: Bürger mit Energie“ über die Praxis in Bürgerenergiegenossenschaften berichten. Die Energiegewinner haben bereits 25 Projekte abgeschlossen und bearbeiten momentan 7 Projekte. Unter anderem statten die Energiegewinner eine Realschule in Köln mit einer PV-Anlage aus und verhelfen der Feuerwehr in Berlin zu eigenem Ökostrom. Die Teilnehmer*innen des Energiewendeforums werden so direkt vom Experten in die Praxis der Bürgerenergie mitgenommen. Die Energiegewinner setzen sich in der öffentlichen Veranstaltungsreihe „Zukunftsmusik" auch mit der Zukunft der Energie- und Verkehrswende auseinander und zeigen damit, wie groß das Interesse von Bürger*innen für die Zukunft der Energieversorgung ist.

Melden Sie sich jetzt zum Energiewendeforum 2018 an und nutzen Sie noch bis zum 17.08.2018 den Early-Bird-Rabatt, um 20 % der Teilnahmegebühr zu sparen.

Das Energiewendeforum 2018

Das Energiewendeforum 2018 des Grüner Strom Label e.V. findet am 18. September bei den Stadtwerken Bonn (SWB Energie und Wasser) statt. Die EnergieAgentur.NRW mit der Dachmarke Elektromobilität NRW konnte als weiterer Kooperationspartner gewonnen werden.
Nach Einführungsvorträgen am Vormittag gibt es nachmittags drei parallele Themenforen. Abends findet zudem ein Abendempfang anlässlich unseres 20-jährigen Bestehens statt. Schwerpunkte des diesjährigen Energiewendeforums sind:

  • E-Mobilität und Verkehrswende
  • Smarte Energieversorgung und Sektorenkopplung
  • Dezentrale Energiewende und Post-2020-Konzepte

Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter*innen der Energiewirtschaft, Akteure der Zivilgesellschaft, Industrie- und Gewerbekunden, Vertreter*innen öffentlicher Institutionen.

Programm und Anmeldung unter www.energiewendeforum.de.

Das Energiewendeforum 2018 findet am 18.9. bei den Stadtwerken Bonn statt. Die EnergieAgentur.NRW mit der Dachmarke Elektromobilität NRW ist weiterer Kooperationspartner.

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