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Der TuS Ascheberg macht Energiewende von unten nach oben mit Grüner-Strom-zertifiziertem Tarif (Foto: TuS Ascheberg 28 e.V.)

In der Gemeinde Ascheberg, mit ihren knapp 15.000 Einwohner*innen, befindet sich der Breitensportverein TuS Ascheberg 28 e.V. Aus dem Wunsch des Vereins, den eigenen Stromverbrauch zu reduzieren, wurde ein langfristiger Umwandlungsprozess zu einer nachhaltigen Vereinsführung.

Der erste Vorsitzende des Vereins, Rainer Zahlten, erzählt uns im Interview, was ihn dabei antreibt.


Grüner Strom Label e.V.:

Mit einem Stromwechsel fing bei Ihnen alles an. Wie kam es dazu, dass Sie sich dabei für einen Grüner Strom-zertifizierten Tarif entschieden haben?

Rainer Zahlten:
Dazu kam es eher durch Zufall. Damals wurde im Verein über Möglichkeiten zum Stromsparen beraten. Ein wesentlicher Faktor waren dabei die Kosten. Über einen Kontakt zu den Stadtwerken Münster kamen wir 2016 zu dem Ökostromtarif Münster:natürlich, der mit dem Grüner Strom-Label ausgezeichnet ist.

Ich hätte gerne schon früher von dem Grüner Strom-Label gehört, denn bei dem großen Angebot an Ökostromprodukten ist es nicht leicht, sich einen Überblick über vertrauenswürdige Angebote zu verschaffen. Durch die Nutzung des Grüner Strom-Labels können wir uns sicher sein, dass unser Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien stammt und der Mehrbetrag sinnvoll investiert wird.

Grüner Strom Label e.V.:
Sie erwähnten im Vorgespräch, dass das nur der erste Schritt war, wie ging es danach weiter?

Rainer Zahlten:
Neben dem Bezug von Ökostrom konnten wir unseren Stromverbrauch durch verschiedene Maßnahmen drastisch reduzieren.

So haben wir beispielsweise die Beleuchtung unserer drei Sportanlagen gewechselt und Heizungsanlagen gegen effizientere Modelle ausgetauscht. Zusätzlich befindet sich seit einigen Jahren eine Solaranlage auf dem Dach der benachbarten Schule. Eine unserer drei Sportanlagen wird inzwischen vollständig mit dem dort erzeugten Strom versorgt.

Außerdem sind Ladestationen für E-Bikes und E-Lastenräder geplant. Wir möchten unsere Mitglieder mit diesen Maßnahmen dazu motivieren, das Auto öfter Mal stehen zu lassen und ein Bewusstsein für alternative Mobilitätskonzepte fördern.

Wir möchten nach außen tragen, dass jede*r Einzelne im eigenen Umfeld eine positive Veränderung bewirken kann.

Grüner Strom Label e.V.:
Welcher generelle Anspruch steht hinter diesen Maßnahmen?

Rainer Zahlten:
Wir als Verein beschäftigen uns intensiv mit unserer eigenen Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und Jugend. Unser Anspruch ist es, die Erde für die jüngeren Generationen zukunftsfähig zu halten. Dazu gehört der verantwortungsvolle Umgang mit endlichen Ressourcen. Gerade unsere jüngeren Mitglieder legen darauf großen Wert und fordern nachhaltiges Verhalten aktiv ein.

Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen vergleichbarer Größe, haben wir das Glück, dass die unter 18-Jährigen bei uns etwa 50 Prozent der Vereinsmitglieder ausmachen. Dementsprechend positionieren wir uns mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit auch bewusst als moderner und zukunftsfähiger Verein.

Im Vordergrund steht die Frage: Wofür möchten wir als Sportverein eigentlich stehen? Da geht es ganz klar auch um eine Vorbildfunktion für die nächste Generation. Die Kinder und Jugendlichen sind super informiert und fragen ganz direkt nach bei Umwelt- und Klimaschutzthemen.

Grüner Strom Label e.V.:
Das klingt als würde der TuS Ascheberg als überzeugter Akteur für die Energiewende eintreten. Würden Sie das so unterschreiben?

Rainer Zahlten:
Wir sind generell offen für neue Möglichkeiten und entwickeln uns stetig weiter. Dieser wachsende Prozess wird aber auch aktiv forciert, denn dem TuS ist es wichtig, als Endverbraucher aktiv an der Energiewende mitzuarbeiten. Die Zertifizierung mit dem Grüner Strom-Label vereinfacht diese Mitwirkung immens, da in jedem ausgezeichneten Stromtarif eine direkte Förderwirkung inbegriffen ist.

Diese direkte Förderwirkung ist das Kernkriterium der Grüner Strom-Zertifizierung. Die Stromanbieter fördern mit einem festen Betrag je verkaufter Kilowattstunde den Ausbau erneuerbarer Energien. So können sich Verbraucher*innen sicher sein: durch ihre Tarifwahl tragen Sie aktiv zur Energiewende bei.


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