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Energieminister Christian Pegel, WEMAG-Projektleiter Jost Broichmann und WEMAG-Vorstand Thomas Murche (v.l.) nehmen gemeinsam die Batteriespeicherstation WBS 500 in Betrieb. (Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer)

Ökostromkunden der WEMAG fördern dezentralen Batteriespeicher WBS 500 durch Mittel der Grüner Strom-Zertifizierung.

Am 17. September hat der Schweriner Energieversorger WEMAG AG offiziell die Batteriespeicherstation WBS 500 in Mecklenburg in Betrieb genommen. Im Vergleich zu den beiden Batteriespeicherkraftwerken Schwerin 1 und Schwerin 2, die von der WEMAG konzipiert und gebaut wurden, ist die WBS 500 vergleichsweise klein und weist eine deutlich höhere Energie- und Leistungsdichte auf: „Im Vergleich zum ersten WEMAG-Batteriespeicherkraftwerk verfügt die WBS 500 über etwa ein Sechstel der Energie, das aber nur auf einem Hundertstel des umbauten Raums“, lobte Energieminister Christian Pegel die Station.

Das Projekt überzeugte nicht nur Öffentlichkeit und Politik, sondern auch den Grüner Strom Label e.V: Die Batteriespeicherstation wurde mit Mitteln aus der Grüner Strom-Zertifizierung der „Öko-Aktivstrom“-Produkte der WEMAG AG gefördert. Das Ökostromgütesiegel Grüner Strom garantiert, dass je verbrauchter Kilowattstunde eines zertifizierten Ökostromtarifs ein fester Betrag durch den Energieanbieter in naturverträgliche Energiewende-Projekte investiert wird. Auf diese Weise unterstützten Verbraucher*innen von Grüner Strom-zertifizierten Ökostromprodukten hier die Weiterentwicklung von Batteriespeichern.

Batteriespeicher haben viele verschiedene Funktionen und erfüllen wichtige Aufgaben auf dem Weg zu einer zu 100 % erneuerbaren Energieversorgung: „Batteriespeicher sind für die Energiewende wie ein Schweizer Taschenmesser – sie verfügen über verschiedene Funktionen und sind vielseitig einsetzbar“, erklärte Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG AG.

Kleine Batteriespeicherstationen wie die WBS 500 können in Zukunft die Netzstabilität verbessern und ermöglichen die Integration von erneuerbaren Energien und Ladeinfrastrukturen für Elektromobilität. Auch können mehrere Batteriestationen zu virtuellen Kraftwerken verbunden werden und so von Netzbetreibern als Netzbetriebsmittel verwendet werden, um flexibler auf Netzsituationen zu reagieren.

Seit 2014 betreibt die WEMAG in Schwerin einen Lithium-Ionen-Batteriespeicher, dessen Leistung im Juni 2017 von fünf auf zehn Megawatt verdoppelt wurde. Die neue Station in Neustadt-Glewe ist somit das dritte Batterie-Großprojekt des kommunalen Energieversorgers.


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