Ausgewählte Förderprojekte

Beim Klimaschutz handelt es sich um eine globale Aufgabe. Förderprojekte bringen die Energiewende in Tansania und Bolivien voran. (Foto: unsplash - Markus Spiske)

Es ist noch ein weiter Weg bis Deutschland seine Klimaziele erreicht hat, dennoch nimmt die Energiewende an Fahrt auf. Der PV-Deckel ist gefallen, der Kohleausstieg beschlossen und die Menge an Strom aus erneuerbaren Energien reicht rechnerisch erstmals aus, um Deutschland bis über die Jahreshälfte nur mit Ökostrom zu versorgen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben die über 1.400 Energiewende-Projekte, die mit Fördergeldern des Grüner Strom-Labels in Höhe von über 75 Millionen Euro finanziert wurden.

Energieanbieter mit Grüner Strom-zertifizierten Tarifen verpflichten sich einen bestimmten Betrag je verbrauchter Kilowattstunde in Energiewende- oder Naturschutzprojekte zu investieren. Diese Projekte begrenzen sich allerdings nicht ausschließlich auf Deutschland, denn beim Klimaschutz handelt es sich um eine globale Aufgabe. So unterstützt beispielsweise der Ökostromanbieter NATURSTROM immer wieder Projekte und Initiativen auf der ganzen Welt.

Schulunterricht mit Solarstrom

Die Lehrer*innen einer Schule in Tansania nutzen nun die Kraft der Sonne für den Schulunterricht, denn auf dem Dach wurde 2017 eine Photovoltaik-Anlage errichtet. Die Anlage stärkt nicht nur die Unabhängigkeit der Schule, sondern auch die der Lehrer*innen und Schüler*innen, da erstmalig ein schuleigener Drucker installiert werden konnte, welcher nun mithilfe von Solarstrom betrieben wird. Vor der Umsetzung des Projekts mussten die Lehrer*innen der Schule den Weg bis in die nächste Stadt auf sich nehmen, um dort für verhältnismäßig viel Geld Unterrichtsmaterialien drucken zu können. Projekte wie dieses unterstützen also nicht nur die Energiewende in dem ostafrikanischen Staat, sondern verbessern auch Bildungsmöglichkeiten und Unterrichtsgestaltung.

Photovoltaik-Anlage sichert gesundheitliche Versorgung

Auch Energiewende-Projekte profitieren von den Fördergeldern. 2018 wurde in Kooperation mit der Stiftung Arco Iris eine Photovoltaik-Anlage auf einem Kinderkrankenhaus in der bolivianischen Großstadt La Paz errichtet. Das Krankenhaus Arco Iris wurde 2001 mit dem Ziel gegründet die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu sichern und zählt heute zu den besten Krankenhäusern in La Paz. Zudem erfüllt es eine wichtige soziale Funktion, da Straßenkinder und mittellose Familien kostenlose Behandlungen in Anspruch nehmen können. Durch die Installation der Photovoltaik-Anlage und die Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen wurden die Ausgaben des Krankenhauses gesenkt. Somit bleibt nun mehr Geld für die gesundheitliche Versorgung der Kinder und Jugendlichen in La Paz.

In Ländern wie Bolivien und Tansania erhöhen derartige Leuchtturmprojekte den Druck auf die Regierungen, Rahmenbedingungen für die dezentrale Energieversorgung zu verbessern und somit den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Durch die garantierten Investitionen der Labelnehmer, fördert der Grüner Strom Label e.V. Projekte in diesen Ländern.

Strom von einer installierten Photovoltaik-Anlage ermöglicht einer Schule in Tansania ein Stück Unabhängigkeit. (Foto: unsplash - Megan Escobosa)

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